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ThailandAutor: Roman Einleitung Da ich auch meine Heimreise bereits nahe vor Augen hatte und ich einen Weg finden musste die malaysianischen Behörden bezüglich maximaler Aufenthaltdauer meines Autos im Land zu umgehen, entschloss ich mich für die Ausreise nach Thailand. Wenn es mir gelingt das Auto auf dem Rückweg nach Malaysia zu "schmuggeln", das heisst ohne Carnet de Passage ein zu reisen, kann ich das Auto so lange im Land stehen lassen wie ich möchte, denn niemand weiss dann ja dass mein Auto im Land ist. So reiste ich für 11 Tage nach Thailand, natürlich mit dem Ziel irgendwo im Süden tauchen zu gehen. Nakhon Si Thammarat Mit meinem Self-made-Navigationsgerät, einem Zettel mit der ungefähren Route, steuerte ich als erstes Ziel die Stadt Nakhon Si Thammarat an. Diese ist an der Ostküste im Süden Thailands gelegen, und so konnte ich die Kilometer meist an der Küste abspulen. Vorerst galt es aber noch die Grenzposten zu durchqueren, wobei ich auf der malaysianischen Seite rund eine Stunde gebraucht habe, um einen Beamten zu finden der mein Carnet de Passage ausstempelte. Weiter war es eine Herausforderung thailändische Bath aus einem Geldautomaten zu ziehen. Diese waren zwar reichlich, im Wildwuchs, vorhanden, jedoch funktionierte meine EC-Karte erst bei der 10ten oder 11ten Bank. Gut gelaunt und voller Tatendrang cruiste ich die schöne Küstenstrasse in Richtung Norden, wärmte meine Spaghetti an einem schönen Plätzchen am Strand und übernachtete wieder ein mal an einer Tankstelle.
In Nakhon Si Thammarat besichtigte ich als erstes den Wat Phra Mahathat, einen buddhistischen Tempel mit Kloster und Stupa ähnlich jenen in Nepal. Ich hatte Glück und die buddhistischen Schüler hatten gerade Pause, und so entstanden einige geniale Schnappschüsse. In der Stupa begegnete ich einem alten Mannlein, der mich lernte mit Streichbewegungen eine riesige "Klang-Scheibe", ähnlich eines Gongs, in Schwingungen zu bringen und somit bewegende Klänge zu erzeugen. Dieser nette Mann führte mich dann durch die Tempel und auf die Stupa. Für mich war dieser Besuch endlich wieder ein mal ein kulturell bewegender Moment. Die Stille und schlichte Einfachheit hielten mich über eine Stunde im Tempel und ich verliess diesen voller Energie und Freude. Anschliessend suchte ich im Strassengewirr einen Meister im Schattenspiel, der hier ansässig sein soll. Ich fand Ihn nach längerm suchen und betrachtete die uralte Handwerkskunst und das zugehörige Museum mit grossem Interesse.
Khao Lak Die Traversierung von der Ostküste an die Westküste Thailands, nach Khao Lak, war trotz einigen Regengüssen ein Naturspektakel. Die Strasse führte durch den Khao Sok Nationalpark wo Kalksteinfelsen aus dem dichten Urwald ragen und so ein bizarres Landschaftsbild abgeben. Die Strasse schlängelt sich an diesen vorbei, führt über Flüsse vorbei an Höhlen und dies ständig in scheinbar unberührter Natur im undurchdringlichen Urwald. In Khao Lak angekommen, versuchte ich mich zu orientieren und die Erinnerungen an meinen Urlaub hier kurz vor dem Tsunami nahmen Gestalt an als ich mein altes Tauchcenter erkannte. Ich blieb nur eine Nacht, denn an der Westküste ist noch keine Saison und Khao Lak richtig ausgestorben.
Phuket So zog es mich weiter nach Phuket, hier sollen die ersten Touristen bereits angekommen sein und die Baren geöffnet. Auch erhoffte ich mir hier einige Tauchgänge absolvieren zu können. Hauptsächlich war ich am Kata-Beach in einem netten Bungalow stationiert und besuchte als erstes René, den Cousin von Walti dem zürcher Töfffahrer. René arbeitet seit 5 Jahren in Phuket als Tauchlehrer und wir verbrachten einige nette Abende zusammen. Tauchen war ich auch, aber leider nicht mit Ihm, ich hatte am ersten Tauchtag meinen Spass, trotz dem ich alle paar Minuten eine Flosse im Gesicht hatte. Der zweie gebuchte Tauchtag viel ins Wasser, weil ich eine Meinungsverschiedenheit mit dem Tauchguide bezüglich Equipment Hygiene hatte. Unglaublich aber wahr, auch hier scheint es schlicht zu viele Touristen zu geben, dass man sich solche Spässe in der Low-Season leisten kann. Etwas frustriert besuchte ich dann statdessen Christian, welcher ich in Indien kennen gelernt habe. Auch er ist mit dem Auto bis nach Thailand gekommen und hat sich nun in Phuket ein Haus gekauft. So schön kann das Leben sein, doch es kommt noch besser: Plötzlich tauchte auch Martina, die Luzernerin welche ich in Malaysia kennen gelernt habe, am Kata Beach auf. Die Freude war gross und wir hatten meistens grossen Spass zusammen. Meistens darum, weil ich das erste mal seit Abreise richtig abgezockt wurde.
Ein schlauer TukTuk-Fahrer verwickelte mich in einen Streit und als ich davon fahren wollte, öffnete er die Tür seines TukTuks so weit, bis diese in meiner Stossstange eingeklemmt wurde. Als Tourist ist man in solchen Situationen leider immer der Dumme, insbesondere wenn man keine obligatorische Versicherung hat (welche man aber mit ausländischen Kennzeichen nicht kriegt). Martina und ich bemühten uns dann während 2 Stunden den Preis zu drücken, doch schlussendlich bezahlte ich rund 300 sFr. welche sicherlich am Ende zwischen Garage, TukTuk-Fahrer und Polizei aufgeteilt wurde. Vielen Dank auch Thailand, MIR REICHTS! Und so fuhr ich am kommenden Morgen um fünf Uhr früh los, mit Ziel Malaysia. Ich hatte die Schnautze gestrichen voll, nicht nur wegen dem TukTuk-Mischt, auch der ganze MEGA-Abzocker-Tourismus ging mir definitiv auf den Sack. So kurvte ich an der Westküste in Richtung Grenze: Tagesziel Autoschmuggel nach Malaysia
Autoschmuggel Die Grenzstation gleicht einer Gebührenstelle an einer Autobahn, so parkte ich das Auto vor dem Zollhäuschen und lächelte freundlich die Zollbeamtin an. Diese übergab mir eine Karte welche auszufüllen war und ich solle mich doch etwas weiter vorne hinstellen und wieder kommen. Ha ha, ich sagte Danke und parkte mein Toyota in mitten der Zufahrtsstrasse welche zur Verzollungsstelle führte. Lange musste ich nicht warten, bis ein verärgeter Zöllner kam und mich wegschickte, ich solle nach der Verzollungsstelle auf dem ordentlichen Parkplatz parken. Ich tat so ahnungslos wie möglich und gehorchte mit Freude, als mich dieser Zöllner durch die Zollkontrolle schleuste. Das war ja nun richtig einfach... Eingereist ohne Autopapiere! Willkommen in Malaysia. |
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