KROATIEN

Autor: Roman

Am Anfang vorweg: Kroatien ist ein Familien-Camping-Urlaub-Paradies!!! Unglaublich wie viele Bumscontainer mit samt Familie hier rumdüsen!

Zoll = Carina :)
Aber alles mal von vorne, Grenzübertritt zu Kroatien, ein überladener Toyota mit zwei (sehr) unrasierten Chäppliträgern mit tränenden Augen (wegen der Sonne) und mittig Windschutzscheibe Martina und Jerome's wunderschöner Traumfänger, steht in der Schlange... Jaa, vielleicht etwas zu viel Hippie für den netten Zöllner. Er wollte uns partout nicht glauben dass wir Nichtraucher, Nichttrinker und Nicht-Drogenabhängig sind. Er wollte eigentlich nur wissen wie viel wir von all dem mitführen. :o) Nachdem er zig mal die gleiche Antwort von uns hörte, Hundeblick von uns beiden eingeschlossen, liess er uns ziehen, wohl auch da er kein Bock hatte unseren Saustall auszusortieren :)

Mit grossem Eifer erfuhren wir die ersten Kilometer auf kroatischem Boden, um dann fest zu stellen dass ein vorzeitiger Blick in die Karte uns doch einen satten Umweg, und vielleicht auch die nette Zollkontrolle, erspart hätte... Ja ja, wir haben schon den "mach-doch-bitte-nur-das-Nötigste-Groove-Virus" eingefangen.

Mit ordentlicher Verspätung, pünktlich zur Caravan-Übernachtungsplatz-Suche. Wir steuern die grösste kroatische Insel Krk an, um irgendwann fest zu stellen dass wohl halb Holland und Deutschland hier ferien machen möchte bzw. tut. Auf einem Monster-Campingplatz (knapp 2100 Leute) sehen wir vor lauter Leute die freien Plätze nicht mehr und kapitulieren. Nach nervenaufreibender Suche nehmen wir zur Not mit einem Kleinstcampingplatz (Hinterhof bei einer Familie) vorliebe, und sind so happy dass wir gleich 2 Nächte bleiben. Wir geniessen das Meer und das kleine Fischerdörfchen mit einer gemütlichen Abendunterhaltung.

Wieder auf dem Weg nach Süden machen wir in einer einsamen, kleinen aber wunderschönen Bucht halt um Mittag zu essen... Einsam na ja, wir treffen eine Berner Familie! Juppi! :)

Pakostane
Weiter machen wir halt in Pakostane um dort mal tauchen zu gehen. Netter Campingplatz mitten im Dorf am Beach... Ihr glaubt nicht wie viele Leute an diesem Strand platz finden... Wahnsinn!

Taucherisch hauten mich die drei Tauchgänge also nicht vom Hocker, aber die Stimmung war super und der Besitzer Nadji ist Iraner und wir konnten einige Tips für dieses Land abholen. Danke!

Nach gemütlichen drei Nächten in Pakostane zog es uns wieder weiter südlich. Wir wollten auf das Wochenende hin in eine Stadt mit gutem Nightlife fahren. So folgten wir dem Tip eines ungarischen Pärchen und machten in Trogir halt. Erster Eindruck: viel Verkehr und ein Jachthafen der sich sehen lassen kann. Campingplätze Fehlanzeige. So mussten wir mit einem 2km weit entfernten Autocamp, so heissen die Dinger hier, vorlieb nehmen. Beim Autostöpplen zeigte sich wieder unser Charme und wir konnten den grössten Teil der Strecke fahrend überbrücken. Etwas iritiert hörten wir unseren besorgten
"Taxifahrern" zu, welche uns vor dem Nachtleben und den betrunkenen Kroaten warnte... wir sollen keine auffälligen "Moves" beim tanzen machen... weiss nicht ob die uns für schwul o.ä. gehalten haben :) Na ja, wir gingen dann los und enteckten ein Bijoux von einer Altstadt. Wunderschöne Gässchen führen auf belebte Plätze mit diversen Cafés, Bars und Musik, das ganze umrundet von der ehemaligen Stadtmauer. Richtig geil waren auch einige Bars, welche open air in den alten Gemäuern lokalisiert waren.

Unsere "Moves" haben also auch nicht zu Schwierigkeiten geführt, ganz im Gegenteil, wir lernten Lucijana kennen, welche uns sogleich in Ihr Zuhause einlud, um auf der vorgelagerten Wiese zu Campieren. Die Gastfreundschaft der ganzen Familie war fantastisch, vom Frühstück zum Abendessen, bis zu der Unterbringung in einer Zweitwohnung mit richtigen Betten. Super!!! Da Lucijana und Ihre Familie wärend rund 15 Jahren in Deutschland lebten, erfuhren wir am Tische im Elternhaus einiges über das kroatische Leben. Was nun besser war, die genannten Eindrücke oder das servierte Essen, da können wir uns nicht wirklich Entscheiden. Aber es war auf alle Fälle eine tolle Erfahrung.

Camping Trogir
Camping Trogir
Meer vor Lucijanas Haus

Trotz der schönen Bleibe, zog es uns wieder weiter Richtung Süden. Nächster Halt war kurz vor Dubrovnik, wir verbrachten einen tollen Abend am Meer mit Jogging, Jassen und mit Bierfahne bestückter Pole welcher mit so drei Englischwörter uns seine Urlaubsgeschichte erzählte. Ich war richtig froh als er seine Tochter dann endlich zur Hilfe beizog. So erfuhren wir dann auch, dass er unser Auto super findet. (Kein Wunder, die nette Famile bestand aus 5 Personen und quetschte sich in einen einzigen Opel Astra Kombi?) hi hi

Die Altstadtbesichtigung von Dubrovnik hat uns beide vom Sessel gehauen. Wunderschön in Richtung Meer ragend, von der dicken Stadtmauer mit mehreren Wällen umrundet, ist diese Stadt auf mehreren Ebenen gebaut durch enge Gässchen und diverse Treppenstufen verbunden. Überall entdeckt mann sehr schöne erhaltene oder nach dem Krieg restaurierte Bauwerke der längst vergangenen Zeit. Café's und Restaurants an jeder Ecke oder sogar an den Klippen auserhalb der Mauer direkt über dem tosenden Meer. Echt sehenswert!

Dubrovnik
Dubrovnik
Dubrovnik

Fazit Kroatien

Die bereiste Landschaft in Kroatien empfanden wir als eher steinig, buschig und zum Teil etwas karg. Immer wider aber auch üppige Vegetation. Die Küstenstrasse, welche wir Vorzugsweise befahren haben, windet sich um diverse Klippen mit wunderschönen Buchten welche meist einen Kieselstrand hatten. Die freie Meersicht ist kaum gegeben, dies aufgrund der diversen Inseln welche vor Koratien vorgelagert sind. Das meist ruhige Meer vermittelt so einen Seecharakter. Weiter war es oft brütend heiss, geregnet hat es kaum während unserem aufenthalt. Fährt man abseits der Hauptverkehrsachsen findet man kleine enge und zum Teil nicht befestigte Strassen oder sogar Pass-Ähnliche Strassen welche es mit unseren Heimischen locker aufnehmen können.

Wie anfangs erwähnt wird dieses Land vorwiegend mit dem Caravan o.ä. bereist, meist von Kroaten aus dem Mittelland oder den üblichen Camping-Völkern. Auf den Campingplätzen sind somit meistens Familien anwesend... Unsereinst haben wir nicht gefunden, wir wurden stattdessen oft zur Atraktion mit unserem Dachzelt :o) Exakt zwei Wochen nach unserer Abreise fühlen wir uns schlicht und einfach bombastisch. Das Leben zu leben wie es sich gibt, Zeit zu haben für ein ausgibiges Mittagsnickerchen, Zeit zu haben für alles was Du willst und dabei noch zu wissen dass falls der Tag mal doch zu wenig Zeit bietet, einfach noch einen Tag anhängen zu können, dies ist dann wohl das wahre Leben. Wir fühlen uns absolut wohl, sind hungrig auf neues und ergänzen uns super...!

- Fotos Kroatien 08